Die beiden Leitgedanken des Malers Masuhr:

Sensuous Painting/Sinnliche Malerei

Porträts, Blumen, Landschaften können ebenso sinnlich wirken wie Bilder über die Liebe. Denn nicht Kalkül oder intellektuelle Zuschreibung bestimmen seine Bilder, sondern heitere, sinnliche Wahrnehmung. Mit der atmenden Hand sorgsam und bewusst auf die Leinwand übertragen.

Mit knappem Strich den Raum entfalten.

Blumen zum Beispiel lassen sich stark abstrahiert darstellen, ohne gänzlich die Bedeutung "Blüte, Blatt" zu verlieren. Es reicht ein bunter Fleck in Gesellschaft von ein paar Pinselstrichen, die "wie Blätter" aussehen, um die Erinnerung an eine Blüte hervorzurufen. In diesem Schwebezustand zwischen ungegenständlicher und gegenständlicher Malerei wird die Darstellung von Raum mit nicht-illusionistischen Mitteln möglich. Je einfacher, bewusster die Elemente des Bildes, auch die "leeren", nicht gemalten Flächen einander zugeordnet sind, desto deutlicher entstehen Räume, ein dynamisches Vor und Zurück der Bildelemente und damit eine "dreidimensionale" Schichtung, die mit "Abbild" oder Perspektive nicht erklärt werden kann.

Das künstlerische Ereignis des Bildes entfaltet sich innerhalb seiner selbst. Es wird nicht durch Benennung hervorgerufen, eine literarische Zuschreibung oder einen anderen äußeren Bezug.

 
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